Jury berät Marieluise-Fleißer-Preis
Auswahlgremium traf sich zur Beratung im Marieluise-Fleißer-Haus
Das Marieluise-Fleißer-Haus war am gestrigen Donnerstag Treffpunkt für eine hochkarätige Jury. Zur Nominierung für den diesjährigen Marieluise-Fleißer-Preis tagten dort Vertreter der Stadtratsfraktionen, Kulturreferent Marc Grandmontagne, Theaterintendant Oliver Brunner, der Vorsitzende der Marieluise-Fleißer-Gesellschaft, die letzte Preisträgerin Lena Gorelik sowie Literaturexpertinnen und -experten, unter ihnen namhafte Literaturwissenschaftler und Kulturjournalisten.
Das Auswahlgremium hatte für die Jury-Sitzung 15 Vorschläge zur Diskussion gestellt. Nach der Wertung sind Einzelwerke von sieben Autorinnen und Autoren ausgewählt worden. Diese sogenannte Shortlist wird in einer zweiten Jurysitzung im Mai beraten und daraus ein finaler Nominierungsvorschlag erarbeitet, der dem Stadtrat zur Entscheidung vorgeschlagen wird.
Nominierungen:
Die so genannte Shortlist für den Marieluise-Fleißer-Preis 2025 umfasst sieben Autorinnen und Autoren mit ihren Titeln (in alphabetischer Reihenfolge):
Fatma Aydemir: Doktormutter Faust (Suhrkamp, Berlin 2024), Dschinns (Hanser, München 2022)
Dinçer Güçyeter: Türschwellenkinder – Über die Arbeit der Eltern, Anthologie. Hrsg., zus. mit Wolfgang Schiffer (Elif-Verlag, Nettetal 2023), Unser Deutschlandmärchen (Mikrotext Verlag, Berlin 2022), Mein Prinz, ich bin das Ghetto (Elif Verlag, Nettetal 2021), Aus Glut geschnitzt (Elif Verlag, Nettetal 2017)
Maja Haderlap: Nachtfrauen (Suhrkamp, Berlin 2023), langer transit. Gedichte. (Wallstein, Göttingen 2014)
Jonas Lüscher: Verzauberte Vorbestimmung (Carl Hanser Verlag, München 2025), Ins Erzählen flüchten. Poetikvorlesung (C.H. Beck Verlag, München 2020)Stadt Ingolstadt
Clemens Meyer: Die Projektoren (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2024), Die stillen Trabanten. Erzählungen (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017)
Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum (Suhrkamp Verlag, Berlin 2021), Perikizi. Ein Traumspiel. in: RUHR.2010, Uwe B. Carstensen, Stefanie von Lieven (Hrsg.): Theater Theater. Odyssee Europa. Aktuelle Stücke 20/10 (Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. M. 2010)
Teresa Präauer: Kochen im falschen Jahrhundert (Wallstein Verlag, Göttingen 2023), Mädchen (Wallstein Verlag, Göttingen 2022)
Zum Marieluise-Fleißer-Preis:
Der Marieluise-Fleißer-Preis wird seit 1981 zum Gedenken an die bedeutende Ingolstädter Schriftstellerin von der Stadt Ingolstadt verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde zuletzt 2023 vergeben. Mit dem Preis ausgezeichnet werden können deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die – wie im Werk der Marieluise-Fleißer – den Konflikt zwischen unerfüllten Glücksansprüchen und alltäglichen Lebenswelten zum zentralen Thema haben. Gewertet werden einzelne Arbeiten oder das Gesamtschaffen einer Autorin oder eines Autors.
Pressestelle/Stadt Ingolstadt