Einblick in die Lebenshilfe-Werkstätten am Auwaldsee
Zwischen Holz, Wäsche und Gemeinschaft
Heute stand ein Besuch in den Lebenshilfe-Werkstätten am Auwaldsee auf dem Programm. Die Einrichtung bietet Menschen mit Behinderung nicht nur strukturierte Arbeitsplätze, sondern auch ein Umfeld, in dem Gemeinschaft, Selbstbestimmung und Teilhabe aktiv gefördert werden.
Begleitet wurden wir von Frau Sabine Demuth, die uns mit viel Herzblut und Fachwissen durch die verschiedenen Bereiche führte – und uns bis zum Schluss beeindruckende und nachhaltige Eindrücke vermittelte.
Im Mittelpunkt des Rundgangs standen die Schreinerei und die Wäscherei – zwei zentrale Werkstattbereiche, in denen mit großem Einsatz und handwerklichem Können gearbeitet wird.

Den Anfang machte die Schreinerei, wo Schreinermeister Markus Beck die Abläufe erklärte. Zehn Beschäftigte stellen hier mit viel Leidenschaft Möbelstücke her – sowohl für den internen Bedarf als auch für externe Kundinnen und Kunden. Ob Garderoben, Betten oder Schreibtische: Die Ergebnisse sind hochwertig, individuell und gefragt. Schon jetzt ist die Kapazität für dieses Jahr weitgehend ausgeschöpft. Kein Wunder – für viele gilt die Schreinerei als einer der schönsten Arbeitsbereiche, nicht zuletzt wegen des natürlichen Werkstoffs Holz.
Auch ein Besuch der Wäscherei stand auf dem Programm. Dort erklärte Bianca, die Gruppenleiterin, worauf es beim Waschen, Mangeln und Bügeln ankommt – und für wen die Leistungen erbracht werden. Neben sozialen Einrichtungen und Unternehmen können auch Privatpersonen ihre Wäsche zum Mangeln und Bügeln abgeben. Eine vorherige telefonische oder schriftliche Absprache ist dabei erforderlich, um sicherzustellen, dass Kapazitäten verfügbar sind. Das Angebot wird gerne angenommen und zeigt, wie offen die Werkstätten für die Öffentlichkeit sind. Langfristig ist geplant, die Wäscherei in neue, modernisierte Räumlichkeiten zu verlegen.

Zwischendurch gab es auch einen Einblick in die Gruppenräume, in denen die Beschäftigten ihre Pausen verbringen, gemeinsam essen oder sich zurückziehen können. Jeder Raum verfügt über eine eigene Küche sowie einen Ruhebereich, der vielen Beschäftigten als wertvoller Rückzugsort dient und zum Wohlbefinden beiträgt.
Die Führung bot spannende Einblicke in gelebte Inklusion, echtes Handwerk und menschliche Nähe – ein wertvoller Besuch, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Näheres unter:
https://www.lebenshilfe-ingolstadt.de/arbeit-und-bildung/werkstaetten/