Ansichtssache.“ „Menschliche Präparate im Museum“
Eine aufsehenerregende Ausstellung im Medizinhistorischen Museum
Unter Aufgebot hochkarätiger Experten ist am 2. April 2025 im Deutschen Medizinhistorischen Museum die aktuelle Ausstellung „Ansichtssache. Menschliche Präparate im Museum“ eröffnet worden. Die Anmeldung von 170 Interessierten zur Vernissage, die die Räumlichkeitskapazität fast sprengte, deutet bereits auf ein herausragendes Interesse hin.
Der Kulturreferent Marc Grandmontagne eröffnete die Ausstellung mit Fragen, die ja bereits das Ziel der Konzeption sind: Soll man diese Präparate der Öffentlichkeit zeigen? Wie steht es um die Selbstbestimmung des Einzelnen? Wo endet das Recht des Einzelnen und fängt das Recht der Allgemeinheit an? Welche Funktion kann eine solche Präsentation erfüllen und wie kann diese angemessen gezeigt werden?

Anschließend folgte die inhaltliche Einführung durch die Kooperationspartner: Prof. Dr. Thomas Schnalke (Berlin), Udo Andraschke MA (Erlangen) und Prof. Dr. Stefan Schwan (Tübingen). Prof. Dr. Marion Maria Ruisinger begrüßte als Direktorin des Hauses und ging nochmals auf den Sinn der Ausstellung ein, die bereits jetzt eine so große Aufmerksamkeit erregte. Sie dankte für die hervorragende Zusammenarbeit den Mitstreitern, die es erst möglich machte, ihre Idee dieser Ausstellung gemeinsam umzusetzen. Sie gibt keine Antworten, sondern sie wirft Fragen auf und lädt die Besuchenden ein, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Prof. Ruisinger wies nochmals auf die Möglichkeit hin, diese im eigens dafür einladend eingerichteten Raum zu geben, wo man sein Feedback direkt vor Ort oder auch via QR-Code online geben kann. Diese Befragung wird von einer Studentin der Medien- und Kommunikationswissenschaften der Universität Leipzig im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit durchgeführt. Am Ende der Ausstellung werden die Ergebnisse in einem Dokumentationsband veröffentlicht und auch anderen Häusern zur Verfügung gestellt.
Wichtig war es allen Beteiligten, darauf hinzuweisen, dass sichergestellt wurde, dass die Präparate nicht aus dem Kontext der menschenverachtenden Nazizeit stammen.


Die Ausstellung, die in zahlreichen Vorträgen von Expertinnen und Experten, die mit Präparaten zu tun haben, Einblick in ihre Arbeit gewährt, ist bis 11. Januar 2026 zu besichtigen. (HaGa)
- „Ansichtssache.“ „Menschliche Präparate im Museum“ Eine aufsehenerregende Ausstellung im Medizinhistorischen Museum
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