Mittelraummobiliar 20 Euro pro Stück
Im ehemaligen Galeria-Kaufhof-Gebäude in Ingolstadt wird im März das komplette Warenhausinventar verkauft. Nach Angaben des Verwerters geht es um die Geschäftsausstattung aus mehr als 15.000 Quadratmetern Fläche – insgesamt rund 2000 Teile. Der Verkauf findet an drei Tagen vor Ort statt; Zugang gibt es ausschließlich über die Warenannahme.
Im Mittelpunkt steht eine Pauschalaktion: Mittelraummobiliar kostet 20 Euro pro Stück (inklusive MwSt). Dazu zählen typische Verkaufs- und Präsentationsmöbel wie Gondeln, Tische und Ständer. Ausgenommen sind laut Ankündigung unter anderem Artikel, die separat im Internet angeboten werden, etwa Küche, Spinde, Rückwände, Lagerregale, Büroeinrichtungen, eine Ballenpresse sowie Markenshops und weitere Teile, die nicht als Mittelraummobiliar gelten.

Was verkauft wird
Angekündigt sind unter anderem Hunderte Textil- und Kleiderständer (z. B. Zweiarm- und Kreuzständer), Mittelraumgondeln, Präsenter, Parfümeriegondeln, Wühl- und Stufentische, Schmuckvitrinen sowie Schuhständer. Die Ausstattung stammt aus zahlreichen Abteilungen, darunter Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, Wäsche, Schuhe, Sport, Lederwaren, Reisegepäck, Spiel- und Schreibwaren, Haushalt, Glas und Porzellan, Bettwäsche, Parfümerie, Schmuck, Kurzwaren und Süßwaren.
Termine, Zugang, Bedingungen
Der Verkauf ist für Mittwoch, 11. März bis Freitag, 13. März 2026, jeweils 10 bis 17.30 Uhr, angekündigt. Der Eingang ist nur über die Warenannahme (Paradiesgasse 1) möglich.
Über die Fußgängerzone gibt es keinen Zugang.
Wichtig für Käufer: Bezahlt wird am Verkaufstag, ein Abholtermin muss sofort vereinbart werden. Abbau und Abtransport sind selbst zu organisieren; Transportmittel wie Rollbretter oder Hubwagen werden vor Ort nicht gestellt. Dekoration und Schaufensterfiguren spielen laut Hinweis kaum eine Rolle; genannt werden lediglich fünf Figuren.
Ein Standort mit Geschichte
Der Gebäudestandort in der Ludwigstraße gilt als traditionsreich: 1952 eröffnete dort mit dem Kaufhaus „Merkur“ das erste Kaufhaus Ingolstadts. Das Gebäude wurde in nur 92 Tagen errichtet und erhielt Mitte der 1960er-Jahre die erste Rolltreppe der Stadt. Ab 1980 firmierte das Haus unter dem Namen „Horten“. Nach Kritik am Baustil wurde das ursprüngliche Gebäude 1988 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der als „Galeria Kaufhof“ weitergeführt wurde. Der heutige Bau besteht weiterhin, auch wenn dort inzwischen kein Kaufhaus mehr betrieben wird. Mit dem Inventarverkauf verschwindet nun ein weiterer sichtbarer Rest des früheren Warenhausbetriebs.
Quelle/weitere Informationen (vom Veranstalter):
https://www.ladeneinrichtung-gebraucht.de/blog/2026/02/19/inventarverwertung-kaufhof-ingolstadt/
